Konservierungsprojekt mit Bundesmitteln

Restaurator Marcus Janssens zeigt Stadtarchivleiter Dr. Jens Metzdorf und Kulturdezernentin Dr. Christiane Zangs die beschädigten und verschmutzten Akten.

Die Kulturstaatsministerin der Bundesregierung, Prof. Monika Grütters, gewährt dem Stadtarchiv Neuss auch in diesem Jahr wieder eine großzügige Förderung für die Erhaltung seiner Dokumente aus dem 15. bis 18. Jahrhundert. Damit ist das Kulturinstitut an der Oberstraße unter den wenigen geförderten Einrichtungen in Deutschland das einzige Kommunalarchiv. Als Ehrengast beim traditionellen Burgundermahl in Neuss lobte die Ministerin vor zwei Jahren noch die Arbeit des Stadtarchivs und bezeichnete die Neusser Anstrengungen zur Bewahrung seiner schriftlichen Überlieferung als „Investitionen in die Zukunft". Nun sagte sie Stadtarchivar Dr. Jens Metzdorf auch in diesem Jahr wieder zu, die Kosten für die notwendige konservatorische Behandlung der wertvollen, aber gefährdeten Unterlagen aus der kurkölnischen Zeit in Höhe von 15.000 Euro zur Hälfte zu übernehmen. Damit ermöglicht die Ministerin die Fortführung des im letzten Jahr begonnen umfangreichen Konservierungsprojekts. „Die erneute Zusage der Förderung sehen wir als besondere Würdigung der Qualität unserer bereits geleisteten Arbeit", freut sich der Archivleiter.

 

Die Dokumente aus Mittelalter und Früher Neuzeit sind durch Kriege und frühere unzulängliche Lagerung stark verschmutzt und zum Teil beschädigt. Nach der zeitaufwändigen Reinigung und Bearbeitung durch externe Fachkräfte werden die Unterlagen dann noch Ende dieses Jahres der Forschung und Öffentlichkeit wieder zur Benutzung bereit stehen. Schon im Jahr 2016 konnte das Stadtarchiv das Findbuch des Bestandes, also alle digital erfassten Informationen über die 80 Regalmeter „Kurkölnische Verwaltung", online stellen. Der Archivbestand gehört zu den wertvollsten Schätzen im Stadtarchiv und spiegelt die verschiedensten Aspekte der städtischen Entwicklung sowie landesherrlichen Verwaltung und Rechtsprechung wieder.

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