Stolpersteine in Neuss

Stolpersteine für die Familie Stein, Tückingstraße

„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist ...“ zitiert der Künstler Gunter Demnig eine alte jüdische Lebensweisheit. Mit den Messingsteinen auf dem Gehweg vor den Häusern, in denen einst jene Menschen wohnten, die der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zum Opfer fielen, hält er die Erinnerung an sie weiter lebendig. Die Stolpersteine enthalten lediglich die knappen Hinweise auf Namen, Geburtsjahr, Todesjahr und -ort und sollen damit die Passanten gedanklich über ein menschliches Schicksal in ihrer Stadt „stolpern“ lassen.

 

Nachdem sich der Kulturausschuss der Stadt Neuss in seiner Sitzung vom 1. Dezember 2004 für eine Beteiligung am Projekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig ausgesprochen hatte, hat Gunter Demnig seit Ende 2005 an 36 Standorten in Neuss bislang 87 „Stolpersteine“ verlegt. Das Stadtarchiv ist mit der wissenschaftlichen Begleitung der Verlegungen betraut und berät fachlich wie organisatorisch alle am Projekt Interessierten. Ermöglicht werden die Erinnerungssteine durch die Übernahme von Patenschaften durch Schülerinnen und Schüler, Parteien, Verbände, Organisationen und einzelne Neusser Bürgerinnen und Bürger.

 

Das Stadtarchiv Neuss hat zur Dokumentation der Lebensgeschichten und Schicksale der Opfer für viele Verlegestellen in Neuss (in Kooperation mit den jeweiligen Paten) kurze Informationsfaltblätter publiziert, die zum Herunterladen auf der Internet-Seite des Stadtarchivs bereit stehen.

 

Einen Überblick über alle verlegten Steine in Neuss sowie Faltblätter zu einzelnen Biographien gibt es hier zum Download:

Stolpersteine in Neuss - Ausgewählte Kurzbiographien

Stolpersteine_Cohen_Buechel_31.pdf (869,1 KiB)